
Lillyann befand sich zufällig im selben Zwinger wie ein "Stray-Hund", das war ihr Glück, denn wir erkundigten uns nach ihr und erfuhren, dass sie wieder ausgesetzt werden sollte. Und noch bevor wir es verhindern konnten, war der Vorsatz in die Tat umgesetzt.
… da steht sie nun in ihrem kalt gefliesten Pensionszwinger, blickt durch ein Gitter und ist dankbar, ihn wiederzuhaben.
Es ist ihre winzige, lieblose Welt.

„ Wo sind denn nur meine Menschen“ scheint sie zu fragen, wenn ihr Zwingerkollege Besuch von den Tierschützern bekommt.
Ja, sie wird natürlich auch angesprochen, gestreichelt und sie bekommt einen Teil der Leckerchen ab, aber die Traurigkeit will nie ganz aus ihrem schönen Gesicht weichen, ihre Welt dreht sich nicht mehr weiter, seitdem sie hierher gebracht wurde…und ihre Menschen sie verließen.

Und dann kam der besagte Tag, an dem Lillyann nicht mehr im Zwinger war…..haben ihre Menschen sie endlich wieder abgeholt?
Wir fragen nach, so, wie wir es immer machen, wenn wir eine "fünfte Pfote" oder ein "drittes Ohr" auf einem Foto erkennen.
NEIN…. Sie wurde vor die Tür gesetzt (in einen für Hunde furchtbaren Stadtteil), weil ihre Besitzer die Pensionskosten nicht mehr bezahlt hatten!!!
Unmöglich finden Sie das? Das muss doch verboten sein, denken Sie? Richtig! Und trotzdem ist es Alltag, Normalität, die Niemanden (außer die Tierschützer) interessiert. Dann gibt es eben einen Streuner mehr in den Straßen dieser Stadt, einen mehr der hungert und dürstet, der einsam und voller Angst ist, der sich verbergen muss um nicht gescheucht, getreten und anders schikaniert zu werden ! Und einer, der es Angst hat und das Unglaubliche nicht fassen kann.....
Einen, der nichts anderes erwarten und erhoffen könnte als ein schnelles Ende ohne Leid…..oder aber einen jener Menschen, die in jedem Tier das Mitgeschöpf sehen, die oft gequälte Seele. Und die ganz einfach mit ganzem Herzen diese Aufgabe, die ihnen das Leben, das Schicksal oder (für Andere) eine höhere Macht gestellt hat annehmen.
Und: Sie handeln ... ohne Rücksicht auf das eigene Ansehen (das immer leidet, wenn man sich für diese armen „schmutzigen“ Tiere einsetzt) oder die eigene Sicherheit.

Lillyann wurde in einem, sagen wir „problematischen“ Stadtteil ausgesetzt. Dort wo sich die Frustration der Menschen ein beliebiges Ventil sucht…. immer beliebt: ein Streuner ! Der gehört niemandem, Keiner fragt nach, Keiner klagt an! Alles bleibt ungesühnt, ungestraft….
In diesem Stadtteil machten sich junge Frauen auf die Suche nach Lillyann…… JA , sie haben sie gefunden ! Nach 3 langen Tagen und Nächten...in einem Versteck verborgen, hungrig, durstig, verzweifelt vor Angst! Und, wie erlöst, endlich in liebevollen Armen sicher zu sein.

Diese Frauen sorgen sich um so viele Hunde, ihre Tage müssten 48 Stunden haben und wären doch zu kurz, mit 10 Händen gäbe es immer noch zu viel zu tun….. so sehr sie die einzelnen Hunde in ihre Herzen geschlossen haben, sie wollen sie gehen lassen…in eine bessere Zukunft, mit Menschen, die nur für sie da sind, gerne mit anderen Hunde-Geschwistern. In eine Zukunft, die keinen Raum für Angst und Not hat, in eine Zukunft in Geborgenheit und Fürsorge.
Lillyann ist eine von ihnen. Sie ist bereit, gerade IHNEN all ihre Liebe und Treue zu geben, wenn sie nur fühlen darf, dass sie für sie da sind… sie nicht verlassen, ihr einen Platz in Ihrer Familie und in Ihren Herzen zu geben.
Die Tierschützerin hat Lillyann bereits für ihre Reise in eine gute, sichere Zukunft vorbereitet.
Lillyann ist schon kastriert, gechipt und geimpft und wartet……. auf Sie.
Nicole Kasoke
09364 – 814214 oder
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* falls Sie Frau Kasoke nicht erreichen *
Das ist Kallias, mit ihm teilte Lillyann sich einen Zwinger, bevor man sie einfach wieder auf die Straße setzte...
Auch Kallias wartet voller Sehnsucht auf ein Zuhause.

